3 Routinen, die mir durch den Lockdown helfen

3 Routinen, die mir durch den Lockdown helfen

Ich wollte lange nichts darüber sagen. Ich dachte, das geht schon wieder weg. Doch wir sind immer noch hier. Auf die Frage „Wann wird endlich wieder alles gut?“, antwortete ich: 

„Ich weiß nicht wann, nur dass wir alle gemeinsam hier sitzen, in mitten der Ratlosigkeit. Umgeben von Rastlosigkeit. Aber dennoch gemeinsam. Du weißt, du bist nicht allein
– mit diesem Gedanken.

Dieser Lockdown ist anders. Während der erste vor allem irgendwie neu war und der Frühling als Aussicht bevor stand, hat mich Lockdown 2.0 träger gemacht. Mich tiefer in meine Gedanken getrieben. 

Der Winter scheint nicht zu enden und während sich die Wiese, an der ich auf meinem Spaziergang vorbeigehe, immer wieder von matschig in schneebedeckt verwandelt, nehme ich ansonsten Stillstand wahr.  Stillstand in mir. 

Die Tage gleichen einander und das Gefühl nicht ausbrechen zu können, hat mich noch mehr eingesperrt. Die Lethargie hat sich in meine Knochen geschlichen und hält mich davon ab aufzustehen, gar darin einen Sinn zu sehen. 

Während ich mich zu anderen sagen hörte, dass es okay ist, sich so zu fühlen konnte ich mir selbst das nicht erlauben. Es geht dir ja gut. Du bist im Home Office, dir mangelt es an nichts – eigentlich. Ich wusste, dass das nicht stimmte. Soziale Interaktion. Über etwas sprechen, das passiert ist, während eigentlich gar nichts passiert. Die Aussicht darauf zu Reisen, zu erleben, zu entdecken. Aussicht im ganz Allgemeinen, eine andere als im Alltäglichen.

Ich war vor allem genervt – genervt von mir selbst und von meinem genervt sein. 

Ich habe mich zurückgezogen in mir selbst, in meinem Schmerz, in meiner Lethargie. Ich blicke in den grauen Himmel und beschließe, dass ich etwas verändern muss.

3 kleine Routinen, die meinen Tag besser machen

Das hier ist kein Ratgeber, wie dein Tag erfolgreich und produktiv wird. Es sind vielmehr drei Routinen, die mir geholfen haben, mich wieder auf den Tag zu freuen. Selbst, wenn er jeden Tag ähnlich aussieht. Es sind drei kleine Dinge, die meine Tage etwas besser gemacht haben.

  1. Move your body

    Manchmal verändert sich die Sicht auf Dinge auch dadurch, dass wir ihnen einen anderen Namen geben.

    Während ich Anfang 2020 die Routine aus dem Fitnessstudio mit nach Hause genommen habe, hat mich jetzt nur der Gedanke daran noch träger gemacht. Ich konnte mich einfach nicht mehr für Sport begeistern. Mir fehlte schlicht das Ziel. Das „wofür“ und „warum“.

    Ich habe meines gefunden und es heißt: Bewegung.

    Es geht nicht ums abnehmen, fitter werden, Muskeln aufbauen, definierter werden. Es geht nur um Bewegung.
    Um das lebendig fühlen. Mich selbst wieder spüren.
    Dieser Grund schien mir gut genug, um es anzugehen. Bewegung im weitesten Sinne. Ich zwinge mich zu keinen Home Workouts. Der Anspruch ist ein einfacher: Bewege dich jeden Tag!

    Durch kleine Dinge. Einen Spaziergang, das Auto weiter weg parken, ein Tanz-Workout, tanze, springe, Yoga, Pilates oder was auch immer dir einfällt. Tue das, was dich lebendig macht. Das ist die Challenge. Und wenn es 10 Minuten Yoga vor dem Schlafengehen sind.

  2.  Morning Pages
    Ich habe das vor einer Weile angefangen, wieder aufgehört und wieder begonnen. Here we go again. Diese Routine hilft mir enorm, in den Tag zu starten, wenn ich bereits am Morgen all die Gedanken loslasse, die mich beim Aufstehen begleiten.

    Bei den Morgenseiten geht es nicht darum, besonders poetisch zu sein. Du musst dafür nicht gut schreiben können. Es geht darum loszulassen, auf 2-3 Seiten einfach alles runterzuschreiben, was dir in den Sinn kommt. Welche Gedanken dich begleiten, welche Ideen du hast, welche To-Do’s dich beim Zähneputzen nicht mehr loslassen. Schreib sie auf. Lass sie los.

    Vielleicht fragst du dich, was genau du aufschreiben sollst. Hier ein kleines Beispiel, wie ich meine Morgenseiten manchmal anfange:
    “Ich weiß heute gar nicht, was ich aufschreiben soll. Wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich nur grau und nass. Da fällt mir ein, dass ich heute noch zur Post wollte. Habe ich den Versandschein schon ausgedruckt?“

    Vielleicht banal, doch es macht dich frei. Und gibt dir die Chance auf einen Tag, mit einem weißen Blatt Papier.

  3.  Auf mich selbst acht geben
    Diesen Körper, den wir haben, der echte Wunder vollbringt, während wir auf der Couch liegen und Netflix uns fragt, ob wir immer noch zuschauen – ja dieser Körper hat es verdient, dass wir ihn wertschätzen. Also habe ich mir vorgenommen wieder mehr darauf zu achten, das zu konsumieren, was meinem Körper auch guttut. Ich habe mir neue Rezepte rausgesucht, neue vegane Aufstriche ausprobiert – absolute Empfehlung by the way: Made with Luve.

    Und es macht so Spaß. Ich habe Lust auf diese neuen Rezepte und merke, wie gut das auch mein Körper findet, dass es nicht mehr jeden Abend ein Nutellabrot gibt.

Ich will dir nur sagen, es ist okay. Es ist okay, wenn dein Frühstück und dein Abendessen ein Nutellabrot ist. Es ist okay, genervt und schlecht drauf zu sein. Aber vergiss nicht, wie wichtig und großartig du bist.

Vielleicht hilft dir das hier dabei deine eigenen Routinen zu finden, Kleinigkeiten, die deinen Tag ein bisschen heller machen.

Du bist nicht allein

Mir haben diese Routinen dabei geholfen zurück zu mir zu finden. Zu meiner Kreativität. Zu erschaffen. Zu veröffentlichen, was noch nicht perfekt ist, mehr Videos drehen, von der Seele schreiben, fotografieren, filmen. Ich hatte so lange den Anspruch, dass alles in Verbindung zueinander stehen muss, dass das Video so aussehen muss, wie ich es mir ausgemalt habe, dass ich den Beitrag erst veröffentlichen kann, wenn ich das perfekte Bild für Instagram dafür gefunden habe. Das hat mir das genommen, was mir wirklich Spaß macht. Kreativ sein.

Also sind wir wieder hier. Ich hatte Lust das zu teilen, weil es mir damit grade gut geht und dir eine Inspiration sein könnte, deine eigenen kleinen Dinge zu finden, die dich glücklicher machen. 

Du bist nicht allein. <3 

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