Von Poesie zu Poesie – Interview mit Joana June

Von Poesie zu Poesie – Interview mit Joana June

Ich habe mich gefragt, wie ich all den tollen Menschen, die mit Worten jonglieren, in Welten entführen und es schaffen innerhalb einiger Sekunden, ja nur einem Bruchteil eines Blinzelns, tausende Emotionen erleben zu lassen – wie ich all diesen Menschen etwas zurück geben kann. Poeten die all ihre Leidenschaft zu Papier bringen und Worte mit Leben füllen, wie es manch einer von uns nicht vermag.


Und vielleicht war es mir mit dem Schreiben nie so ernst wie jetzt. Vielleicht, weil ich es nie so ernst genommen habe wie jetzt – mich selbst. Also habe ich beschlossen etwas anzufangen. Um wertzuschätzen, zu unterstützen und sich auszutauschen. Denn letzteres habe ich viel zu lange nicht gemacht. Etwas das sich nicht um mich dreht, sondern um genau diese Menschen. Menschen mit Talent, mit Worten, die etwas zu sagen haben, es in die Welt tragen.

Von Poesie zu Poesie

„Von Poesie zu Poesie“ heißt das Interview Format.📝

Und ich freue mich sehr, dass ich dir heute die liebe Joana June vorstellen darf. Sie hat einen unfassbar schönen Account und schreibt noch schöner, jongliert mit Worten und spricht in Bildern. Sie trifft immer den Kern wichtiger Themen. ✨

Interview mit Joana June

Magst du dich kurz vorstellen? Wer bist du und wo kommst du her?

Ich bin Joana, dreiundzwanzig Jahre alt und mein Herz gehört den guten Geschichten dieser Welt und was die Menschen daraus machen – egal ob in Literatur, Film oder Musik. Mein Zuhause verbinde ich mehr mit Menschen und Erinnerungen als mit einem bestimmten Ort, da ich mein ganzes Leben viel umgezogen bin und an ganz unterschiedlichen Orten gelebt habe. Ich hoffe, mein Zuhause irgendwann dort zu finden, wo ich mit Meeresrauschen in den Ohren aufwachen kann!

Was bewegt dich?

Mein Herz schlägt in unzählige Richtungen – mich bewegen Geschichten von Mut und Liebe. Menschen, die für Gerechtigkeit und eine bessere Welt kämpfen, allen Umständen zum Trotze. Mich bewegen Musik, Weisheit, alte Briefe, Menschen mit Leidenschaft, die menschliche Nichtigkeit im Anbetracht des Universums, Hoffnung, kleine Wunder. Alle Dinge, in denen Herz steckt.

Wie / wo / wodurch findest du Inspiration zum Schreiben?

Manchmal speist sich meine Inspiration aus anderen Kunstwerken wie Büchern, Liedern, Gemälden. Häufig entspringt sie dem Alltag – Emotionen, Erzählungen, Konversationsfetzen, einer Szene, die ich aus der Ferne beobachte. Für meine Inspiration ist aber eines besonders wichtig: Stille. Für meine Kreativität ist Ruhe fundamental – einfach mal nichts konsumieren, Körper und Geist mit nichts aktiv beschäftigen. Manchmal finden meine Gedanken nur so neue Bahnen, die nicht von anderen vorgegeben sind. Vielleicht fliegen uns genau deshalb die besten Ideen oft in der Dusche zu! 

Wieso schreibst du?

Ich spüre die Welt am besten durch die Feder. Dass ich mit dem Schreiben begonnen habe, war keine bewusste Entscheidung, sondern kam ganz natürlich. Es ist eine Notwendigkeit für mich, um ein erfülltes Leben zu führen. So verhält es sich auch mit meinen anderen Leidenschaften, zum Beispiel der Musik. Ich glaube, dass die meisten Menschen dieses Gefühl gut nachvollziehen können!


Worum geht es bei dir?

So vielschichtig und fragmentiert wie das Leben selbst ist, sind vermutlich auch die Themen meiner Texte. Deshalb mag die Antwort gleichermaßen kompliziert wie simpel sein: Es geht um das Leben.

Ein paar deiner Lieblingsbücher.

I’ll Give You The Sun von Jandy Nelson. 

Ein Wenig Leben von Hanya Yanagihara. 

Die Bücherdiebin von Markus Zusak. 

Eine wie Alaska von John Green. 

Briefe an einen jungen Dichter von Rainer Maria Rilke.

Welche Blogs / Instagram Accounts inspirieren dich?

Lea von @wiraufpapier, @luisemorgen und @savbrown !

Sag etwas. Ein paar Zeilen, über das Leben. Das, was dich gerade beschäftigt

Auf die meisten Dinge im Leben haben wir keinen Einfluss. Was wir wählen können ist, wie wir den Tagen begegnen und mit welchen Menschen wir sie verbringen. Und wenn wir weise entscheiden, dann wird dieses unberechenbare Leben unberechenbar schön. Und das ist doch schon ziemlich viel.

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