Blog Interview – Joana June

Blog Interview – Joana June

Dieses Mal ist es anders, irgendwie ernsthafter. Das mit dem Schreiben und mir. Letztlich nicht das was ich schreibe, manchmal ist es ganz leicht. Vielmehr nehme ich es ernster, mich selbst. Ich habe begonnen Menschen zu folgen, die mich inspirieren, deren Worte mich berühren. Und manchmal waren die Zeilen so schön, dass ich am liebsten allen zeigen wollte: „Siehst du, sieh hin, lies doch mal, wie schön das ist. Was fühlst du dabei? Erkennst du dich darin wieder?“

Also habe ich „einfach“ gefragt. Nach einem kleinen Interview hier auf meinem Blog. Ich fand die Vorstellung so unglaublich schön, sich gegenseitig zu unterstützen, sich auszutauschen und besser kennenzulernen. Neue Gedanken, inspirierende Buchempfehlungen, berührende Worte.

Heute möchte übergebe ich das Wort an Joana June.

Joana hat einen unfassbar inspirierenden Instagram Account und Blog, steckt voller Mut und spricht Dinge mit einer Leichtigkeit an, die den Kern sanft umschmeicheln und doch immer treffen. Das sind nicht immer leichte aber umso öfter wichtige Themen. Das Leben, Feminismus, Gerechtigkeit. Umso mehr freue ich mich, dass sie einige Fragen beantwortet hat und damit übergebe ich ihr das Wort. 

Von Poesie zu Poesie

Magst du dich kurz vorstellen? Wer bist du und wo kommst du her?

Ich bin Joana, dreiundzwanzig Jahre alt und mein Herz gehört den guten Geschichten dieser Welt und was die Menschen daraus machen – egal ob in Literatur, Film oder Musik. Mein Zuhause verbinde ich mehr mit Menschen und Erinnerungen als mit einem bestimmten Ort, da ich mein ganzes Leben viel umgezogen bin und an ganz unterschiedlichen Orten gelebt habe. Ich hoffe, mein Zuhause irgendwann dort zu finden, wo ich mit Meeresrauschen in den Ohren aufwachen kann!

Was bewegt dich?

Mein Herz schlägt in unzählige Richtungen – mich bewegen Geschichten von Mut und Liebe. Menschen, die für Gerechtigkeit und eine bessere Welt kämpfen, allen Umständen zum Trotze. Mich bewegen Musik, Weisheit, alte Briefe, Menschen mit Leidenschaft, die menschliche Nichtigkeit im Anbetracht des Universums, Hoffnung, kleine Wunder. Alle Dinge, in denen Herz steckt.

Wie / wo / wodurch findest du Inspiration zum Schreiben?

Manchmal speist sich meine Inspiration aus anderen Kunstwerken wie Büchern, Liedern, Gemälden. Häufig entspringt sie dem Alltag – Emotionen, Erzählungen, Konversationsfetzen, einer Szene, die ich aus der Ferne beobachte. Für meine Inspiration ist aber eines besonders wichtig: Stille. Für meine Kreativität ist Ruhe fundamental – einfach mal nichts konsumieren, Körper und Geist mit nichts aktiv beschäftigen. Manchmal finden meine Gedanken nur so neue Bahnen, die nicht von anderen vorgegeben sind. Vielleicht fliegen uns genau deshalb die besten Ideen oft in der Dusche zu!

Wieso schreibst du?

Ich spüre die Welt am besten durch die Feder. Dass ich mit dem Schreiben begonnen habe, war keine bewusste Entscheidung, sondern kam ganz natürlich. Es ist eine Notwendigkeit für mich, um ein erfülltes Leben zu führen. So verhält es sich auch mit meinen anderen Leidenschaften, zum Beispiel der Musik. Ich glaube, dass die meisten Menschen dieses Gefühl gut nachvollziehen können!

Worum geht es bei dir?

So vielschichtig und fragmentiert wie das Leben selbst ist, sind vermutlich auch die Themen meiner Texte. Deshalb mag die Antwort gleichermaßen kompliziert wie simpel sein: Es geht um das Leben.

Ein paar deiner Lieblingsbücher.

I’ll Give You The Sun von Jandy Nelson.
Ein Wenig Leben von Hanya Yanagihara.
Die Bücherdiebin von Markus Zusak.
Eine wie Alaska von John Green.
Briefe an einen jungen Dichter von Rainer Maria Rilke.

Welche Blogs / Instagram Accounts inspirieren dich?

Lea von @wiraufpapier, @luisemorgen und @savbrown !

Sag etwas. Ein paar Zeilen, über das Leben. Das, was dich gerade beschäftigt

Auf die meisten Dinge im Leben haben wir keinen Einfluss. Was wir wählen können ist, wie wir den Tagen begegnen und mit welchen Menschen wir sie verbringen. Und wenn wir weise entscheiden, dann wird dieses unberechenbare Leben unberechenbar schön. Und das ist doch schon ziemlich viel.

Joana ich danke dir für deine Worte, deine Zeit und dafür, dass ich dich ein bisschen besser kennenlernen durfte. 

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Buchempfehlungen:

I’ll Give You The Sun von Jandy Nelson.
Ein Wenig Leben von Hanya Yanagihara.
Die Bücherdiebin von Markus Zusak.
Eine wie Alaska von John Green.
Briefe an einen jungen Dichter von Rainer Maria Rilke.

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